Technisches Denkmal

          "Alte Gerberei"

                Ohrdruf

 

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Ohrdrufer Gerber:

Von 1562 bis 1630 waren in Ohrdruf 20 bis 30 Lohgerbermeister tätig. 1780 gab es in Ohrdruf 19 Gerber und 1800 nur noch 13 Gerber. Die Gerber wohnten alle am Mühlgraben gegenüber dem Schloss Ehrenstein, wo das nötige Wasser zur Verfügung stand. Die Gasse erhielt deshalb den Namen Lohgerber-Gasse = Löber- oder Löwengasse. Später entwickelte sich daraus der Name Löberstraße. Auch die Spielzeugfabrik Carl Beck hatte eine eigene Gerberei. Noch heute kann man am Haus in der Löberstraße 14, die Handwerkssymbole der Gerber (zwei Schabeisen und der Scherdegen), das Monogramm des Meisters und die Jahreszahl 1760 sehen. In Adressbüchern der Stadt Ohrdruf von 1901 bis 1911 werden noch 3 Gerbereien aufgeführt. Die letzte Gerberei in Ohrdruf war die Firma von Gerbermeister Manfred John, das heutige Technische Denkmal in der Löberstraße 2.

 

 

Die Gerbung:

Umwandlung der im Äscher enthaarten Tierhäute und Tierfellen (Blößen) mit Hilfe von Gerbstoffen in Leder. Die Gerbung kann in Gruben oder in rotierenden Fässern erfolgen. Bei der Grubengerbung werden die Blößen in den Gerbstoff, die flüssige Lohe, versenkt. Die Gerbung dauert je nach der Art des Leders (Sohlen-, Täschner oder Sattelleder) 6-18 Monate. Die Gerbung in Fässern (Schnellgerbung) wird für flexiblere Lederarten wie Fein-, Polster- oder Futterleder angewendet. Sie ermöglicht Gerbzeiten zwischen 6 und 36 Stunden und eine Rationalisierung durch den Einsatz von hochkonzentrierten pflanzlichen und synthetischen Gerbstoffen.

 

 

Die Gerberei:

Die älteste Bekleidung der Menschen waren die abgezogenen Häute und Felle von Tieren. Diese wurden aber durch das Austrocknen bald steif und unbiegsam und das Bedürfnis nach anschmiegsamer Kleidung führte zu Versuchen, die Häute durch Klopfen und Einreiben mit Fett biegsam zu machen. Fast alle Arten der Gerberei stammen aus alten Zeiten. Die eigentliche Lederbearbeitung beginnt meist mit dem Entfernen Der Haare. Sie werden meist durch die Einwirkung von Kalk (Äscher) oder durch einen genau geregelten Fäulnisprozess, das Schwitzen, beseitigt. Die Häute werden dann auf dem schief gestellten Gerbbaum oder Schabebock mit Gerbmesser oder Schabeisen bearbeitet. Das folgende Auswaschen muss besonders bei gekalkten Häuten sorgfältig ausgeführt werden. Die sauber gewaschene Haut oder Blöße wird danach dem eigentlichen Gerbprozess zugeführt. Bei dem Gerbverfahren werden die Häute abwechselnd mit Lohschichten in gemauerte, wasserdichte Gruben eingesetzt. Nach der Gerbung wird das Leder gespült und auf Stangen im Trockenboden oder auf Galerien getrocknet. Das fertige Leder wird durch Schlagen oder Walzen verdichtet sowie danach gefärbt, lackiert oder gekrispelt. Die Gerberei verursachte durch chemische Prozesse und faulende Abfälle unangenehme Gerüche. Deshalb waren die Gerbereien fast immer an den Wasserläufen angesiedelt, die de Ort verließen.

 

 

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so finden Sie uns:

Förderverein

"Technisches Denkmal Alte Gerberei" e.V.

Löberstraße 2

99885 Ohrdruf

E-Mail info@alte-gerberei-ohrdruf.de

 

 

Öffnungszeiten:

Mai - Oktober

Sonntags von 10 - 16 Uhr

letzte Führung 15.00 Uhr

oder Anmeldung unter: 03624/402289

(Eintritt: Erwachsene: 2,00€  /  Kinder: 1,00€)

www.alte-gerberei-ohrdruf.de

 

Wir wünschen unseren Gästen einen interessanten und erlebnisreichen Besuch des Museums und der Stadt Ohrdruf